VAMPIRE & BLUTSAUGER

was ist vampirismus

Sicher hat ein jeder unter euch schon mal Dracula gesehen oder gelesen.
Doch was steckt hinter der ganzen Faszination über das Thema Vampire?
Gerade in der "Gothic-Szene" beschäftigen sich viele mit
diesem mystischen Thema.
Manche gehen sogar so weit, das sie selber glauben echte Vampire zu sein.
Andere widerum leben ihre Phantasie in Rollenspielen aus.
Es scheint, als sei die Faszination zum Thema Vampirismus ungebrochen.
Deshalb möchte auch ich hier ein paar Seiten zum Thema beitragen.
Diese Informationen habe ich wie immer aus den Weiten des
WWW zusammen getragen.
Ich hoffe doch, das mich jetzt kein Vampir heimsucht und mich
zum selbigen macht (grins).
Andererseits wieder wäre es eine interessante Erfahrung, was
ständen einem alles für Möglichkeiten offen.
Wer weiß das schon.

Reisende aus dem 16. Jahrhundert beschrieben in ihren Reiseberichten aus Trannsylvanien, das heutige Siebenbürgen, von Geschöpfen die weder tot noch lebendig waren. Nachts kamen sie aus ihren Verstecken und ernährten sich von Menschenblut. Diese Wesen hatten verschiedene Namen: Vurculac oder Wampyr wurden sie in Siebenbürgen, in den Karpaten, in der Walachei und aus benachbarten Gebieten des Balkans genannt. In Litauen nannte man sie Vaidilas. Bei den Slawen hießen sie, je nach Gegend, Mahr oder Zmora. So viele Namen der Vampir auch hatte, so verschieden war auch sein Äusseres. Die populärste Beschreibung kommt wieder aus Siebenbürgen. Dort soll er totenblasse Haut gehabt haben, dazu blutrote Lippen und lange Fingernägel. Sonst soll seine Erscheinung hypnotisch und anziehend gewesen sein. 

In Rußland hatten sie ein violettes Gesicht. In Bulgarien atmeten sie nur durch ein Nasenloch und, in Bayern hatten sie beim Schlafen immer das linke Auge geöffnet. In Brasilien hatten Vampire plüschbedeckte Füße, in Albanien sollen sie sogar hochhackige Schuhe getragen haben. In Amerika trank der Vampir nicht mit dem Mund sondern mit der Nase, und in Mexico hatte er einen fleiscghlosen Schädel. Trotz all´ dieser, manchmal ekelhaften Merkmale, war eines für jeden von ihm sicher, er soll vor vollkommener Schönheit gestrahlt haben.                

Bauern beobachteten wie sich diese Geschöpfe in Wölfe, Fledermäuse und ahnlich Getier, ja sogar Nebel verwandelt haben. Vampire sollen die Herrschaft über den Wind und alle nächtlichen Geschöpfe haben.

Wie aber vermehren sich Vampire? Bekannt ist ja, daß wenn man von einem Vampir gebissen wird und dann von seinem Blut kostet unmittelbar die Verwandlung einsetzt Aber nicht nur diese Methode macht den Menschen zum Vampir. Eine schwarze Katze die über eien Leiche springt soll diese zum ewigen nächtlichen Umherwandern verdammen. Auch reichte schon oft ein böser Blick auf eine schwangere Frau um das Baby zum Untoten zu machen. Auch schlechte und böse Menschen wurden zum Vampir.

Die Krankheit Porphyria erythropoetica unterstützte den Vampirglauben sehr. Diese Krankheit tauchte vor allem im Mittelalter auf. Personen die erkrankt waren bekamen in der Sonne blutige Risse, und mussten diese deswegen meiden. Um den Blutverlust auszugleichen, wurden sie von den Ärzten beauftragt Rinderblut zu trinken.

Die Menschen dachten sich immer mehr Arten aus die Nachtschwärmer zu vernichten oder wenigstens sie zu vertreiben. Tagsüber, so glaubte man, war man vor ihnen sicher. Kalk, Knoblauch, Weihwasser und Cruzifixe sollen eine abschrekende Wirkung haben, dies aber allerdings auch nur bei jungen Vampiren. Ein Pfahl durchs Herz, das Abtrennen des Kopfes oder beschießen mit Silberpatronen sollen sie vernichten. Um den Vampir zu erlösen und seine Seele zu retten trennte man ihm ebenfalls den Kopf ab. Einen schlafenden Vampir konnte man angeblich auch erledigen, indem man ihm kochendheißes Wasser ins Grab schüttete.

Anfang des 19. Jahrhunderts widmeten Dichter ihr Können den so faszinierenden Vampiren. So z.B. Nikolai Gogol, Leo Tolstoi, E.T.A. Hoffmann und Prosper Merimee. Der Vampirkult den man heute kennt setzte in England vor allem durch den Roman Varney the vampire ein. 1897 schrieb der Ire Bram Stoker seinen weltberühmten Roman Dracula. Als Vorbild für seinen Titelhelden hatte Stoker wohl den Rumänen Vlad Tepes auch Woiwoden Vlad V. Er herrschte 1452 bis 1462 über die Walachei. Er hatte den Beinamen Vlad der Pfähler. Als Kind von den Türken gefangengenommen entwickelte er später im Krieg gegen sie barbarische Rituale um sich an ihnen zu rächen. Er soll weit über 40 000  Menschen alleine durch Pfählen umgebracht haben.

Im Laufe der Zeit kamen die Vampire dann zum Film,  es gibt wohl kein Kind welches noch nicht vom Grafen Dracula gehört hat.....

          Das Blut

Blut ist der kostbarste Saft der Welt. Leider wird er viel zu oft verschwendet. Bereits der Streit zwischen Kain und Abel endete mit einer tragischen vergeudung des roten Saftes und führte im Endeffekt zur Unfruchtbarkeit des Bodens und Bestrafung Kains. Durch unseren Organismus kreisen - je nach Körpergröße - 5 bis 7 Liter Blut. Dieses besteht aus festen und flüssigen Komponenten; über 90 % Wasser; ca. 8 % Proteine und etwa 2 % Glucose, Fette, Hormone, Vitamine u. ä. Feste Bestandteile sind die Blutkörperchen.

Das Blut ist Transportmittel für allerlei: z. B. Sauerstoff und/oder Kohlendioxid, die sich sehr gut am Eisenkern der Blutkörperchen anlagern können, und Proteine befördern Soffwechselsubstanzen (Zucker, Aminosäuren u. ä.). Die Transportwege werden aufgeteilt in die Aterien (die "Frischblutleitungen"), die Venen ("Altblutleitungen") , und die Kapillaren (kleinste Äderchen die Nährstoffe / Sauerstoff u.a. an Muskeln,Herzmuskel u.ä. weitergeben, bekannt auch der Kapillarwirkung wenn ein enges Gefäß Flüssigkeiten nach oben zieht). In die Kapillaren können die Eiweißmoleküle aufgrund Ihrer Größe nicht gelangen. Sie bleiben zurück und erzeugen so den kolloidosmodischen Druck, der nötig für den Rückfluß des Blutes aus den Haaräderchen ist. Mit jedem Herzschlag gelangen 0,5 % des Lebenssaftes durch die Poren in das Gewebe um die Kapillargefäße. Die Gerinnung des Blutes verursachen u. a. die Proteine und die Trombozyten (Blutplättchen). Von letztgenannten enthält jeder Tropfen Blut ca. 250.000. Sie werden von der Leber und Milz sehr rasch wieder abgebaut - dadurch müssen laufend neue produziert werden - der menschliche Körper produziert deshalb tagtäglich etwa 150 bis 220 Milliarden Stück.Den Großteil der Fettblutanteile bringen die ca. 30.000 Milliarden roten Blutkörperchen oder Erythrozyten auf die Waagschale - das sind etwa 99 %. Sie haben eine Lebensdauer von 120 Tagen, dann werden sie von der Milz aussortiert. Sie wandern bis dahin etwa 1800 km durch den Körper; außerdem enthalten sie das Hämoglobin, den roten Farbstoff des Blutes.Die weißen Blutkörperchen, von denen es drei verschiedene gibt: Granulo-, Lympho- und Monozyten. Sie alle haben nur die eine Aufgabe: den Körper schützen. Sie töten alles, was nicht ins Blut gehört - Viren, Bakterien, Pilze, entartete körpereigene Zellen und Parasiten. Sie haben sehr unterschiedliche Lebenserwartungen, zwischen wenigen Stunden und einigen hundert Tagen.Die verschiedenen Blutgruppen. Der Serologe Karl Landsteiner fand 1901 heraus, weshalb es, wenn man das Blut von zwei Menschen mischt manchmal verklumpt und manchmal flüssig bleibt, und führte das ABO-Blutgruppensystem ein. Hierfür erhielt er 1930 einen Nobelpreis, nachdem sich sein Verfahren im Ersten Weltkrieg bewährt und vielen Soldaten das Leben gerettet hatte. 1940 erforschte er zusammen mit Alexander S. Wiener das zweite bedeutsame Kriterium, die Rhesusfaktoren (85 % aller Menschen haben einen, bei 15 % fehlt dieser Faktor). Es sieht also wie folgt aus: Es gibt vier Blutgruppen A, B, AB und 0, die untereinander nur bedingt mischbar sind. Hierfür sind bestimmte Antigene Eiweißmoleküle) verantwortlich, die eine Immunabwehr gegen Fremdkörper anregen. Sie sind folgendermaßen verteilt - Blutkörperchen der Blutgruppe A haben das Antigen A sowie den Verklumpungsstoff b; Blutgruppe B hat das Antigen B aber den Antikörper a; Blutgruppe AB hat beide Antigene aber keine Antikörper und bei 0 genau umgekehrt. Man kann 0 mit allen anderen Blutgruppen mischen, aber 0-Typen dürfen kein Blut einer anderen Gruppe erhalten. A- und B- vertragen jeweils nur ihre eigene Gruppe sowie 0; und die seltenste Gruppe, AB, verträgt sich mit allen (A, B, AB und 0). Diese Abwehrreaktionen, bei denen das Blut verklumpt nennt man Agglutinationsreaktion. Mit ihrer Hilfe lassen sich sehr schnell unbekannte Gruppenzugehörigkeiten testen, indem jeweils ein Testserum der Blutgruppen A und B mit einer Probe des Blutes vermischt werden. Anwendung findet diese Methode vor allem bei Operationen mit Fremdbluteinsatz (z. B. bei Unfällen).Es gibt Theorien, die Besagen, daß den Blutgruppen charakteristische Eigenschaften zugeteilt werden können. So z. B. dem A-Typ hohe Selbstkontrolle, B-Typen geistige Beweglichkeit, AB-Typen logische Denkfähigkeit und 0-Typen Optimismus.Blutgruppen folgen einem genauen Erbgang - d. h. werden nach einem bestimmten Muster weitervererbt. Deshalb kann man Vater und Mutter eines Kindes sehr exakt bestimmen. Es sind zur Zeit 14 verschiedene Blutguppensysteme mit etwa 60 unterschiedlichen Antigenen bekannt, sie sind geographisch verteilt.
Dies sind Informationen aus einem Medizinischen Lexikon. Jetzt kommt der Übergang zum Vampirismus:

Die Frage ist, warum ist Blut so ein attraktiver Stoff. Nun, dies hat mehrere Aspekte, zum einen, ist die Farbe des Blutes ein Signal. Es ist einerseits eine Warnung, andererseits versetzt es auch Menschen in einen extatischen, berauschenden Zustand. Ein gutes Beispiel ist das schon vom Namen her typische "Rotlichtmilieu". Dort wird die Farbe Rot bewußt zur anregung benutzt. Zu guter letzt weckt die Farbe auch noch agressive Tendenzen im Menschen. Es ist erwiesen, daß Rot extrem Gewalttätig macht. Menschen die längere Zeit in Räumen dieser Farbe sind, neigen zu Gewalttaten.
Das Blut ansich hat auch eine weitere Anziehende Wirkung. Der Mensch ist ein Jäger, er hat sich im Laufe der Evolution zu einem Fleischfresser entwickelt obwohl er eigentlich nicht dazu bestimmt war. Der Nahrungsmangel allerdings hat zu einer extremen Umstellung der Essgewohnheiten des Menschen geführt. Viele Wissenschafter glauben, daß diese Umstellung für Kanibalismus oder Geistesstörungen des Menschen verantwortlich sein könnten. Mit dieser Theorie könnte man unter anderem Erklären, warum immer wieder Mörder wie Haarmann eine extreme Fixierung auf Blut hatten und ihre Opfer folterten. Die Katze spielt auch erst mit der Maus bevor sie diese frisst, ein Löwe gerät beim Biss ins Fleisch seiner Beute auch in einer Art Raserei. Das Blut hat eine Brauschende Wirkung auf viele Wesen! Die meißten Menschen jedoch haben andere Ventile für ihre Jagdinstinkte entwickelt, das sammeln von teilweise banalen Dingen. Jeder Sammler ist ein Jäger der eine Beute sucht und wenn er sie findet zuschlägt. Dies ist eine Form von "Psychischen Vampirismus", doch dazu werde ich an anderer Stelle mehr berichten.

                                  

 

             HEINRICH HEINE

Helena

Du hast mich beschworen aus dem Grab

Durch Deinen Zauberwillen,

Belebtest mich mit Wollustglut -

Jetzt kannst Du die Glut nicht stillen.

 

Preß deinen Mund an meinen Mund,

Der Menschen Odem ist göttlich!

Ich trinke Deine Seele aus,

Die Toten sind unersättlich.

 

 

J.W. VON GOETHE

Die Braut von Korinth


Nach Korinthus von Athen gezogen 
Kam ein Juengling, dort noch unbekannt. 
Einen Buerger hofft' er sich gewogen; 
Beide Vaeter waren gastverwandt, 
Hatten fruehe schon 
Toechterchen und Sohn 
Braut und Braeutigam voraus genannt. 

Aber wird er auch willkommen scheinen, 
Wenn er teuer nicht die Gunst erkauft? 
Er ist noch ein Heide mit den Seinen, 
Und sie sind schon Christen und getauft. 
Keimt ein Glaube neu, 
Wird oft Lieb' und Treu' 
Wie ein boeses Unkraut ausgerauft. 

Und schon lag das ganze Haus im Stillen, 
Vater, Toechter, nur die Mutter wacht; 
Sie empfaengt den Gast mit bestem Willen, 
Gleich ins Prunkgemach wird er gebracht. 
Wein und Essen prangt, 
Eh' er es verlangt: 
So versorgend wuenscht sie gute Nacht. 

Aber bei dem wohlbestellten Essen 
Wird die Lust der Speise nicht erregt; 
Muedigkeit laesst Speis' und Trank vergessen, 
Dass er angekleidet sich aufs Bette legt; 
Und er schlummert fast, 
Als ein seltner Gast 
Sich zur offnen Tuer herein bewegt. 

Denn er sieht, bei seiner Lampe Schimmer 
Tritt, mit weissem Schleier und Gewand, 
Sittsam still ein Maedchen in das Zimmer, 
Um die Stirn ein schwarz- und goldnes Band. 
Wie sie ihn erblickt, 
Hebt sie, die erschrickt, 
Mit Erstaunen eine weisse Hand. 

"Bin ich", rief sie aus, "so fremd im Hause, 
Dass ich von dem Gaste nichts vernahm? 
Ach, so haelt man mich in meiner Klause! 
Und nun ueberfaellt mich hier die Scham. 
Ruhe nur so fort 
Auf dem Lager dort, 
Und ich gehe schnell, so wie ich kam." 

"Bleibe, schoenes Maedchen!" ruft der Knabe, 
Rafft von seinem Lager sich geschwind: 
"Hier ist Ceres', hier ist Bacchus' Gabe; 
Und du bringst den Amor, liebes Kind! 
Bist vor Schrecken blass! 
Liebe, komm und lass, 
Lass uns sehn, wie froh die Goetter sind." 

"Ferne bleib', o Juengling, bleibe stehen! 
Ich gehoere nicht den Freuden an. 
Schon der letzte Schritt ist, ach! geschehen 
Durch der guten Mutter kranken Wahn, 
Die genesend schwur: 
Jugend und Natur 
Sei dem Himmel kuenftig untertan. 

Und der alten Goetter bunt Gewimmel 
Hat sogleich das stille Haus geleert. 
Unsichtbar wird Einer nur im Himmel, 
Und ein Heiland wird am Kreuz verehrt; 
Opfer fallen hier, 
Weder Lamm noch Stier, 
Aber Menschenopfer unerhoert." 

Und er fragt und waeget alle Worte, 
Deren keines seinem Geist entgeht. 
Ist es moeglich, dass am stillen Orte 
Die geliebte Braut hier vor mir steht? 
"Sei die Meine nur! 
Unsrer Vaeter Schwur 
Hat vom Himmel Segen uns erfleht." 

"Mich erhaeltst du nicht, du gute Seele! 
Meiner zweiten Schwester goennt man dich. 
Wenn ich mich in stiller Klause quaele, 
Ach! in ihren Armen denk' an mich, 
Die an dich nur denkt, 
Die sich liebend kraenkt; 
In die Erde bald verbirgt sie sich." 

"Nein! bei dieser Flamme sei's geschworen, 
Guetig zeigt sie Hymen uns voraus; 
Bist der Freude nicht und mir verloren, 
Kommst mit mir in meines Vaters Haus. 
Liebchen, bleibe hier! 
Feire gleich mit mir 
Unerwartet unsern Hochzeitschmaus." 

Und schon wechseln sie der Treue Zeichen: 
Golden reicht sie ihm die Kette dar, 
Und er will ihr eine Schale reichen, 
Silbern, kuenstlich, wie nicht eine war. 
"Die ist nicht fuer mich; 
Doch, ich bitte dich, 
Eine Locke gib von deinem Haar." 

Eben schlug die dumpfe Geisterstunde, 
Und nun schien es ihr erst wohl zu sein. 
Gierig schluerfte sie mit blassem Munde 
Nun den dunkel blutgefaerbten Wein. 
Doch vom Weizenbrot, 
Das er freundlich bot, 
Nahm sie nicht den kleinsten Bissen ein. 

Und dem Juengling reichte sie die Schale, 
Der, wie sie, nun hastig luestern trank. 
Liebe fordert er beim stillen Mahle; 
Ach, sein armes Herz war liebekrank. 
Doch sie widersteht, 
Wie er immer fleht, 
Bis er weinend auf das Bette sank. 

Und sie kommt und wirft sich zu ihm nieder: 
"Ach, wie ungern seh' ich dich gequaelt! 
Aber, ach! beruehrst du meine Glieder, 
Fuehlst du schaudernd, was ich dir verhehlt. 
Wie der Schnee so weiss, 
Aber kalt wie Eis 
Ist das Liebchen, das du dir erwaehlt." 

Heftig fasst er sie mit starken Armen, 
Von der Liebe Jugendkraft durchmannt: 
"Hoffe doch bei mir noch zu erwarmen, 
Waerst du selbst mir aus dem Grab gesandt!" 
Wechselhauch und Kuss! 
Liebesueberfluss! 
"Brennst du nicht und fuehlest mich entbrannt?" 

Liebe schliesset fester sie zusammen, 
Traenen mischen sich in ihre Lust; 
Gierig saugt sie seines Mundes Flammen, 
Eins ist nur im andern sich bewusst. 
Seine Liebeswut 
Waermt ihr starres Blut, 
Doch es schlaegt kein Herz in ihrer Brust. 

Unterdessen schleichet auf dem Gange 
Haeuslich spaet die Mutter noch vorbei, 
Horchet an der Tuer und horchet lange, 
Welch ein sonderbarer Ton es sei. 
Klag- und Wonnelaut 
Braeutigams und Braut 
Und des Liebestammelns Raserei. 

Unbeweglich bleibt sie an der Tuere, 
Weil sie erst sich ueberzeugen muss, 
Und sie hoert die hoechsten Liebesschwuere, 
Lieb- und Schmeichelworte mit Verdruss: 
"Still! der Hahn erwacht!" -- 
"Aber morgen nacht 
Bist du wieder da?" -- und Kuss auf Kuss. 

Laenger haelt die Mutter nicht das Zuernen, 
Oeffnet das bekannte Schloss geschwind: 
"Gibt es hier im Hause solche Dirnen, 
Die dem Fremden gleich zu Willen sind?" 
So zur Tuer hinein. 
Bei der Lampe Schein 
Sieht sie -- Gott! sie sieht ihr eigen Kind. 

Und der Juengling will im ersten Schrecken 
Mit des Maedchens eignem Schleierflor, 
Mit dem Teppich die Geliebte decken; 
Doch sie windet gleich sich selbst hervor. 
Wie mit Geists Gewalt 
Hebet die Gestalt 
Lang und langsam sich im Bett empor. 

"Mutter! Mutter!" spricht sie hohle Worte, 
"So missgoennt Ihr mir die schoene Nacht! 
Ihr vertreibt mich von dem warmen Orte. 
Bin ich zur Verzweiflung nur erwacht? 
Ist's Euch nicht genug, 
Dass ins Leichentuch, 
Dass Ihr frueh mich in das Grab gebracht? 

Aber aus der schwerbedeckten Enge 
Treibet mich ein eigenes Gericht. 
Eurer Priester summende Gesaenge 
Und ihr Segen haben kein Gewicht; 
Salz und Wasser kuehlt 
Nicht, wo Jugend fuehlt; 
Ach, die Erde kuehlt die Liebe nicht! 

Dieser Juengling war mir erst versprochen, 
Als noch Venus' heitrer Tempel stand. 
Mutter, habt Ihr doch das Wort gebrochen, 
Weil ein fremd, ein falsch Geluebd' Euch band! 
Doch kein Gott erhoert, 
Wenn die Mutter schwoert, 
Zu versagen ihrer Tochter Hand. 

Aus dem Grabe werd' ich ausgetrieben, 
Noch zu suchen das vermisste Gut, 
Noch den schon verlornen Mann zu lieben 
Und zu saugen seines Herzens Blut. 
Ist's um den geschehn, 
Muss nach andern gehn, 
Und das junge Volk erliegt der Wut. 

Schoener Juengling! kannst nicht laenger leben; 
Du versiechest nun an diesem Ort. 
Meine Kette hab' ich dir gegeben; 
Deine Locke nehm' ich mit mir fort. 
Sieh sie an genau! 
Morgen bist du grau, 
Und nur braun erscheinst du wieder dort. 

Hoere, Mutter, nun die letzte Bitte: 
Einen Scheiterhaufen schichte du; 
Oeffne meine bange, kleine Huette, 
Bring' in Flammen Liebende zur Ruh'! 
Wenn der Funke sprueht, 
Wenn die Asche glueht, 
Eilen wir den alten Goettern zu." 

 

                       JOHN

KEATS

Lamia


Ah was befiel dich, Ritters Knab, 
Bleich und allein, daß du streichst herum? 
Die Rohre sind dürr all um den See, 
Und die Vögel stumm. 
Ah was befiel dich, Ritters Knab, 
So hohl und blickend solcher Pein? 
Der Hamster hat sein Scheuer bestellt 
Und der Herbst ist ein! 

Ich seh die Lilj ob deiner Brau 
Von Herzweh feucht und Fiebers Hauch, 
Und auf der Wang die Rose welkt 
Zusehends auch! 

Ich fand ein Fräulein im Gereut 
Ein Feenkind ganzer Schönheit Bild 
Ihr Haar war lang, ihr Fuß war leicht 
Und ihr Aug war wild 

Ich macht ein Kränzlein für ihr Haupt 
Armspange dazu und duftgen Bort, - 
Sie blickt mich als liebte sie 
Und gewann mich dort 

Ich saß sie auf mein schreitend Roß 
Und andres sah ich nicht Tag lang 
Den Seitwärts bog sie sich und fand 
Ein Feensang 

Sie fang mir Wurz von süßem Schmack 
Und Honig wild, und Manna Taun, 
Und ernst in fremden Laut sprach sie: 
Ich lieb Dich traun 

Sie nahm mich in den Elfen Grund 
Und weint sich dort zu Tode schier; 
Ihre wilden Augen schloß ich dort 
Mit Küssen vier 

Und lullte sie mich dort in Schlaf 
Und träumt - ah was sich nie verliert - 
Den letzten Traum, den ich geträumt, 
Wo der Berghang friert 

Ich schaute Könige und Prinzen fahl, 
Fahl Kriegsvolks, totfahl Mann für Mann 
Die schrien: 'La belle Madame dame sans merci 
Hällt sich in Bann' 

Ich sah erhungert ihren Mund 
Von grauser Warnung aufgegiert, 
und ich erwacht und fand mich hier 
Wo der Berghang friert 

Und darum hause ich hier noch fort 
Bleich und allein und ich streich herum 
Ob die Rohre auch dürr all um den See 
Und die Vögel stumm.

 

Jetzte was aus darktrip.de:

Was ist ein Vampir?


Die Angst vor den Toten, die auf unheimliche Art wieder zum Leben erwachen und den Hinterbliebenen schaden könnten, ist sehr alt. In Märchen und Legenden tauchen abergläubische Vorstellungen über das nächtliche Treiben blutsaugender Geschöpfe schon im alten Ägypten, in China, bei den Stämmen Innerasiens und Tibets, bei den Griechen und bei den Römern auf.
Blut, so wußte man schon früh, war die Lebenskraft, die das komplizierte Räderwerk des Körpers in Gang hielt. Wenn es also Geschöpfe gab, die aus irgendwelchen magischen Gründen nicht „ richtig “ sterben konnten und ständig auf der Schwelle zwischen Leben und Tod standen, dann war es nur „ logisch “ , daß sie frisches Blut brauchten. um ihre Körperfunktionen aufrechtzuerhalten.

Diese Untoten konnten also, wenn sie immer wieder Opfer fanden, über Jahrhunderte existieren. Zu gewissen Zeiten nun drängen ihre bösen Geister hinaus aus ihren modernden Grüften und nehmen eine Art menschliche Gestalt an. Sie fallen wie ein Blitzstrahl über das Land nach Opfern suchend um ihrer Leidenschaft, ihren Durst, ihre Gier nach Blut zu befriedigen. Grausam und ohne Gnade sind sie, der Tod ist ihre Heimat, ein unendlicher, düsterer Raum, angefüllt mit dem Dunst der Verwesung. Diese Ungeheuer mit ihren modernden Schleiern, die den Körper wie ein Leichentuch umhüllen, müssen, nachdem sie Befriedigung gefunden haben, zu ihren Gräbern zurückkehren.
 
Eingang in die populäre Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts fanden besonders alterumänische Erzählungen. Als Herkunftsland der Vampire taucht dabei immer wieder Transsylvanien in Rumänien auf, das „Land hinter den Wäldern“. Den rumänischen Legenden nach muß der Vampir sich tagsüber verbergen, weil er Sonnenlicht scheut. Besonders gern stellte man sich das vor, wie er tagsüber in einem prächtigen, mit roter Seide ausgeschlagenen Sarg in der staubbedeckten Familiengruft ruht, um bei Einbruch der Dunkelheit in Gestalt einer riesigen Fledermaus oder eines Werwolfes auf der Suche nach Blut umherzuschweifen. Blutdurstig : Vampire
Blutdurstig : Vampire

Glaubte man lange, daß ein Vampir sich möglichst ungesehen seinem Opfer zu nähern versuche, so kam im Laufe der Entwicklung der Vampir-Literatur auch eine andere Idee auf: Wie ein ganz gewöhnlicher Mensch verkehrt etwa Graf Dracula in der „guten Gesellschaft“ und umwirbt höchst offiziell eine schöne Frau. Beim ersten zarten Kuß gebraucht der unheimliche Verehrer dann seine spitzen Eckzähne. Die beiden nadelfeinen Punkte am Hals und das bleiche Aussehen der Schönen sind der Beweis, daß sie von einem Untoten geliebt wird.

Was den Biß des Vampirs so gräßlich macht: Er tötet nicht.
Er macht das Opfer willenlos, und hat es sein Blut hergegeben, so wird es unweigerlich selbst zum Vampir und muß sich ebenfalls auf die Suche nach Blut machen. Durch diese seltsame Art der ungeschlechtlichen Vermehrung trieben in der Literatur und im Film schließlich ganze Scharen von Vampiren ihr Unwesen.
Natürlich versuchte man sich auch im ursprünglichen Volksglauben gegen sie zu schützen. Weihwasser und Kreuze konnten die Untoten zumindest für Augenblicke verwirren und ablenken, wobei als Kreuz nicht nur das christliche  Symbol, sondern alle gekreuzten Gegenstände dienen konnten. Außerdem schrieb man den Vampiren eine besonders empfindliche Nase zu. Knoblauchgeruch empfanden sie angeblich als ekelerregend. Auch deshalb hielt man die geflochtenen Kränze dieser Pflanze, die im Balkan noch heute an den Wänden der Bauernhäuser zum Trocknen hängen, für ein Mittel der Abschreckung.

Die Forscherin Carol Page erstellte vor einigen Jahren ein Studie über moderenen Vampirismus, wobei sie von über 50.000 Vampiren in den USA berichtete.

Eine weitere Erkenntnis die jedoch von führenden Medizinern aufs schärfste angegriffen wurde, stellte der Chemie Professor Dr. David Dolphin auf. Er berichtete über die Krankheit Porphyrie die seiner Meinung nach zu der Entstehung von Vampirlegenden beigetragen hat. Dabei handelt es sich um eine Stoffwechselkrankheit, die wirklich erstaunliche Symptome hat! Zu diesen gehören:

  • Lichtempfindlichkeit
  • Blutdurst (!)
  • starker Haarwuchs
  • überlange Zähne

Interessant ist, daß der Blutdurst nicht auf eine psychische Störung, sondern auf einen physischen Ursprung zurückzuführen ist. Die Erkrankten haben eine akuten Mangel an Hämen, dabei handelt es sich um Porphyrin-Eisen-Komplex-Salze. Die Presse reagierte mit teils sensationellen, teils ironischen Schlagzeilen. Mediziner jedoch warfen ihm die Förderung von Aberglauben vor und betrachteten die Thesen als Irrsinnig.

Datenschutzerklärung
Kostenlose Homepage erstellen bei Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!