Massenmörder, Serienkiller & Co
Bram Stoker

Abraham Stoker Bram Stoker, 1847 unter dem Namen Abraham Stoker in Dublin als 3. von insgesamt 7 Kindern geboren. Seine Eltern lebten in Kleinbürgerlichen Verhältinissen und war bis zu seinem 8. Lebensjahr ständig krank. Aus eigener Kraft konnte er weder stehen geschweige denn gehen. Seine Biographen nehmen an, daß seine Krankheit ein traumatisches Erlebnis war das sich auch in seinen Büchern niederschlug. Später wurde er Athlet, Fußballstar und absolvierte das berühmten Trinity Colleges in Dublin. Er immatrikulierte in den Fächern Literatur, Geschichte, Mathematik und Physik und wurde Lehrer. Diese Aufgabe erfüllte ihn jedoch nicht und so wurde er Theaterkritiker und Journalist. Während dieser Tätigkeit lernte er den Shakespear Darsteller Sir Henry Irving kennen und wurde 27 Jahre lang bis zum Tode Irvings (1905) sein Manager und Privatsekretär. Dieser Schauspieler war die Person, dessen Charakter anschließend seine Figur Dracula bekommen sollte. Man sagte, daß sich Irving zu Stoker wie Dracula zu Renfield verhielt.
Stoker zeigte ein auffallendes Interesse an Okkultem und Unheimlichem, insbesondere an Vampiren. Besonders das von 1872 stammende "Carmilla " von le Fanus (der an der gleichen Universität studierte wie Soker) faszinierte ihn. Zusammen mit vielen anderen Berühmtheiten seiner Zeit schloss er sich mehreren Gehimlogen wie dem "Golden Dawn in the Outer" oder der
Thule Gesellschaft.
Abraham Stoker Der Name Dracula begegnete Stoker erstmals im Jahre 1890 als er Besuch von dem renommierten ungarischen Orientalisten Herman Vanbéry erhielt, welcher später auch in seinem Roman erwähnt wird. Vanbéry erzählte ihm erstmalig von Vlad Tepes und den Untaten welche ihm Nachgesagt wurden. Bei Stokers weiteren Nachforschungen über den rumänischen Vampirglauben stieß er auf merkwürdige Brauchtume: So war es in manchen Gegenden üblich, die Toten nach einigen Jahren auszugraben, um festzustellen, ob die Leichen in Verwest waren. Wurde nur noch das Skelett gefunden, wusch man es mit Wasser und Wein. Handelte es sich um einen ausergewöhnlich gut erhaltenen Leichnam, nahm man an es handele sich dabei um einen Vampir und rammte ihm einen Pfahl durch den Leib oder schnitt sein Herz herraus. Auch ein auruf des Bischof von Siges im Jahre 1801 lies die Menschen nicht davon abbringen, ihren Glauben zu vollziehen.
Bei Dracula handelt es sich um eine der erfolgreichsten Romanhelden und die effektivste Figur der romantischen Horrors, außerdem war dieser Roman der erste Erotikroman in England! Dies war die einzigste Möglichkeit erotische Literatur in dieser damals extrem prüden Land zu veröffentlichen. Diese Faszination ist auch weiterhin ungebrochen wie die neuesten Verfilmungen (Dracula 2000) beweisen.

Pfählungswald

Wer den Roman Dracula noch nicht gelesen hat und des Englische mächtig ist, kann sich hier den kompletten Roman downloaden.

 

Gilles de Rais

Gilles de Rais Gilles de Rais (1404 - 1440) der auch Gilles de Laval, Baron de Rais genannt wurde war Marschall von Frankreich und Held des 100 jährigen Krieges. Er kämpfte an der Seite von Johanna von Orléans (Jeanne d'Arc) gegen England. Berühmt wurde er trotz seiner Heldentaten eher durch seinen perversen Lebensstil, in seinen Schlössern pflegte er kleine Jungen zu vergewaltigen, töten, verstümmeln und zu foltern um sie wieder zu vergewaltigen. Er feierte schwarze Messen und opferte die Knaben dort den Dämonen die er zu beschwören versuchte.
Man konnte ihm während seines Prozesses 140 Morde nachweisen, allerdings schätzt man, daß es mindestens 400 waren.

Gilles de Rais wurde im Jahre 1404 in der Bretagne als Sohn eines Vermögenden Barons gebohren. Im Jahre 1425 war er bereits eine feste Größe am Hofe von Karl VII. Als Die Briten in Frankreich einfielen udn große landstriche erobern konnten, hob de Rais mit seinen eigenen Geldmitteln Truppen aus, mit denen er die Städte Anjou und Maine gegen die Engländer verteidigen konnte. An der Seite von Johanna von Orléans kämpfte er mehrere, berüchtigte Schlachten gegen die Briten und erhielt aufgrund seiner Tapferkeit den Titel "Marschall von Frankreich" verliehen! Später jedoch wandelte sich sein Verhältnis zum König, als Johanna gefangengenommen und an die Engländer verkauft wurde. Er versuchte vergebens den König zu einer Befreiung von ihr zu übereden. Als Johanna schließlich verbrannt wird, verläßt ihn der Glaube an den König und auch an Gott. In der nächsten Zeit kamen immer mehr Gerüchte auf, daß im näheren Umkreis von de Rais Kinder verschwanden. Er wurde auch verdächtigt, mehrere Raubzüge unternommen zu haben, da er sein Vermögen durch seinen sehr extravanganten Lebensstil verschleuderte und am Ende nichts mehr von seinem riesigen Vermögen übrig hatte. Er schuf sich zu dieser Zeit auch eine Menge Feinde. Im Laufe der Zeit degenerierte er immer mehr und schloss, nach eigenen Aussagen einen Pakt mit dem Teufel. In seinem Namen und zur Unterstützung seiner magischen Rituale die er praktizierte, entführte er Kinder um sie zu töten. Inspiriert hat ihn dazu ein Buch über römische Kaiser, welches von dem römischen Historiker Suetonius geschrieben wurde.
Sein erstes Opfer war ein Bauernjunge den er erwürgte und die Hände abschlug. Seine Augen, sein Herz und das Blut des Jungen entnahm er dem Leichnam und verwendete sie für seine Rituale, und zum verfassen seiner Gilles de Rais okkulten Schriften. Ab diesem Zeitpunkt schickte er seine Soldaten regelmäßig aus, um ihn kleine Jungen zu bringen, die er vergewaltigte und tötete. Wie bei vielen Serienmördern erlebten die Taten des Barons mit der Zeit eine Steigerung. Es reichte ihm schon bald nicht mehr seine Opfer zu töten, er trieb immer mehr nekrophile Spiele mit ihnen. So wird berichtet, daß er die abgeschlagenen Köpfe der Kinder schminken und Aufspießen lies, um den schönsten davon zu erwählen. Außerdem neigte er dazu die Leichen zu zerstückeln um sie dann wieder zu vergewaltigen.
Als die Klagen und beschwerden der Bauern und einfachen Bürger immer schlimmer wurden, leitete Jean de Malestroit, der Bischof von Nantes eine Untersuchung der Vorfälle ein. Anfangs erfolglos, aber später durch das Verschwinden eines Großgrundbesitzers des Königs schließlich doch erfolgreich, fand man unzählige Leichteile und "dämonische" Beweisstücke in den Schlössern des Barons. De Rais selber verschanzte sich in einer seiner Burgen und war eifrig damit bemüht die Leichen und Skelette zu entfernen die sich überall in seiner Burg befanden. Sein Herzog und Bischof jedoch machten die Festung sturmreif und überwältigten de Rais. Am 8. Oktober 1440 wurde de Rais wegen "heimtückischer ketzerischer Abtrünnigkeit, Dämonenbeschwörung und Mordes in 140 Fällen, verbunden mit widernatürlicher Unzucht" angeklagt. Mehrere Inquisitoren untersuchten den Fall. Am 15. Oktober gestand de Rais alle seine Verbrechen die ihm vorgeworfen wurden aus angeblich freien Stücken. Selbstverständlich erst nach eingehender Durchführung der ersten Stufe der Folter... áus diesem Grund nehmen viele Historiker an, de Rais wäre Opfer e
iner Verschwörung seiner Feinde geworden. Seine Vernehmung wurde auf eigenem Wunsch öffentlich und in gemeiner Sprache geführt. Er sagte, er wolle damit alle Familienvätter warnen, daß sie auf ihre Kinder aufpassen sollen. Seine Schilderungen seiner Taten waren allerdings dann vom perversen Genuß getränkt. Am 25. Oktober 1440 wurde Gilles de Rais gehängt und verbrannt. Bei seiner Hinrichtung soll er jämmerlich geweint und um Gnade gefleht haben, sodaß selbst die Väter der getöteten Kinder Mitleid bekamen.

ERWÄHNENSWERTES:

  • Gilles de Rais gilt als der grausamste Massenmörder der Geschichte. Was bei der Geschichte des letzten Jahrhunderts wirklich eine Leistung ist.
  • Es konnte niemals geklärt werden, ob er Opfer einer politischen Intrige war.
  • Er gründete die prachtvolle Stiftskirche in Machecoul namens: "zum Gedenken an die unschuldigen Kinder von Bethlehem, zum Heil und zur Errettung seiner Seele". Ob das zynismus oder ein Schuldbekenntnis war ist unbekannt.

 

Christie John Reginald Christie wurde im April 1898 in Yorkshire geboren und durchlebte eine strenge Kindheit mit nur wenig Zuneigung durch seine Eltern. Im Jahre 1920 heiratete er eine Frau namens Ethel.durch diese heirat schien es als obsein Leben in geordneten Bahnen verlaufen würde. 1934 hatte Christie aber einen schweren Verkehrsunfall, wobei er erhebliche Kopfverletzungen erlitt. Danach hatte er für kurze Zeit eine Arbeit in einem Postamt, dort allerdings wurde er wegen dem Diebstahls eines Geldbriefes entlassen und verbrachte daraufhin 7 Monate im Gefängnis. Im Jahre 1938 zogen er und seine Ehefrau Ethel in das Erdgeschoß in Rillington Place Nr.10 im Londoner Stadtteil Notting Hill. Anfang Dezember 1952 kündigte Christie die Wohnung und zog am 20. März 1953 aus. Der neue Mieter Beresford Brown entdeckte bei der entrümpelung und renovierung der Wohnung, eine in der Küche eingemauerte, nackte Frauenleiche. Er verständigte die Polizei welche die komplette Wohnung auf den Kopf stellte. Insgesamt fand die Polizei am 24 März 1953 drei eingemauerte Frauenleichen in der Küche, seine Frau Ethel fanden sie unter den Dielen des Wohnzimmers. Am 27 März fand man im Garten seines Anwesens 2 menschliche Skelette. Die Leichen waren Ruth Fürst, die seit August 1943 als vermißt galt, und seine Arbeitskollegin Muriel Eady, welche seit Oktober 1944 vermißt wurde. Weiterhin wurden diverse Büschel von Schamhaaren gefunden, welche von keinen der identifizierten Frauen stammten. Sie stammen von 4 weiteren Opfern Christies, die bis heute nicht identifiziert werden konnten. Bei den 3 Frauen in der Küche handelte es sich um die Prostituierten Kathleen Maloney, Rita Nelson und Hectorina MacLennan, die alle Anfang 1953 innerhalb weniger Wochen spurlos verschwunden waren. Alle Frauen waren mit Leuchtgas betäubt und erdrosselt worden. Außerdem konnte nachgewiesen werden, daß Christie sämtlich Frauen vergewaltigt hatte. Am 31 März konnte Christie der sich inzwischen auf der Flucht befand, festgenommen werden. Im laufe seiner Vernehmung gestand Christie alle seine Morde. Vom 22 bis 25 Juni 1953 fand die Gerichtsverhandlung statt. Die Verteidiger Christies plädierten auf Unzurechnungsfähigkeit und forderten von Gericht einen Freispruch. Die Richter jedoch gingen darauf nicht ein und so wurde der als "Massenmörder von Notting Hill" bekannte Christie am 15 Juli 1953 im Londoner Zuchthaus Pentonville durch den Strang hingerichtet. Interessant ist, daß für zwei von Christie begangenen Morden 1950 ein Unschuldiger namens Timothy Evans, ein Lastwagenfahrer, gehängt wurde. Evans der im selben Haus wie Christie wohnte, soll im November 1949 seine Frau Beryl und seine Tochter Geraldine ermordet haben. Christie war der Hauptbelastungszeuge in diesem Prozess! Die Englische Regierung brauchte 13 Jahre bis sie Evans posthum freisprach.

Ed Gein Ed Gein Ed Gein war ein nekrophiler Kannibale. Bis zu seiner Verhaftung am 16.11.1957 brachte er eine bis heute unbekannte Anzahl an Frauen um. Er war besessen von der Erinnerung an seine besitzergreifende Mutter (Alfred Hitchcock hat Gein als Vorlage von "Norman Bates" aus dem Film "Psycho" benutzt!). Edward Gein lebte in einem kleine, abgeschieden Dorf namens Plainsfield in Wisconsin. Seine ersten Verbrechen begann Gein im Jahre 1954 indem er auf dem Friedhof des kleinen Ortes einige Leichen ausgrub, sich an Ihnen verging um sie danach zu häuten und teile von ihnen zu verspeisen. Bis 1957 grub er unzählige Leiche aus und brachte weiterhin wenigsten 2 Frauen um, deren Leichen er ebenfalls zerstückelte. Küche Gein war besessen von der Haut der Leichen. Nachdem er die Haut abgelöst hatte, fertigte er verschiedene Gegenstände daraus an und tapezierte sein Haus damit. In Geins Haus fand die Polizei z.B Armbänder aus Menschenhaut, vier Rohrstühle, deren Sitzflächen aus Streifen menschlicher Haut gefertigt waren, neun Totenmasken - die gepreßte Haut von Frauengesichtern - in Augenhöhe an den Wänden angebracht, zehn über den Augenbrauen abgesägte Frauenköpfe usw. Auch hatte Gein (wie in Psycho) seine tote Mutter ausgestopft und lagerte sie 12 Jahre lang in ihrem Schlafzimmer. Insgesamt wurden Leichenteile von insgesamt 15 Menschen gefunden. Gein wurde des Mordes an zwei älteren Frauen angeklagt, obwohl ihm wahrscheinlich mehr Frauen zum Opfer gefallen sind. Im Januar 1958 wurde er für geisteskrank erklärt, und verbrachte den Rest seines Lebens im Central State Hospital in Waupum und im Mendota Mental Health Institute, wo er stets als mustergültiger Gefangener galt. Gein starb 1984, 77 jährig in der Geriatrischen Abteilung von Mendota.

Am Anfang des letzten Jahrhunderts gab es in dem kleinen Ort Muy in Südfrankreich einen großen Kriminalfall. 1901 wurde ein Mann namens Victor Ardisson wegen Leichenschändung vor Gericht gestellt. Ardisson war Necrophil. Er grub die Leichen von Frauen aus die er persönlich gekannt hatte und verging sich an diesen. Anfangs dachten die Menschen ein Vampir machte die Gegend unsicher bis schließlich Ardisson verhaftet wurde. Die Presse nannte ihn "den Vampir von Muy", mit diesem Titel ging er auch in die Kriminalgeschichte ein. Das Gericht vor dem Ardisson gestellt wurde erklärte ihn für unzurechnungsfähig und sperrte ihn für den Rest seines Lebens in ein Irrenhaus. Der Fall wurde in einer 1901 publizierten Studie von Dr. med Alexis Equaulard ausführlich behandelt.

Martin Dummolard war ein Französicher Massenmörder. Er brachte in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts in der Gegend um Lyon ungefähr 80 ausschließlich junge Frauen um. Das Blut der Frauen trank er und brachte Teile der Leichen nach Hause wo schon seine, ihm vollkommen höhrige Freundin Justine Lafayette wartete. Diese war genau wie er Nekrophil veranlagt, allerdings trank sie nicht das Blut, sondern pflegte die Leichenteile zu verspeisen. Ein Polizist beschrieb seine Freundin als "monströs fettes Weib". 1888 wurde das Pärchen gefasst. Der Prozeß erregt das Aufsehen der allgemeinen Öffentlichkeit. Justine wurde auf der Guillotine und Dummolard starb wenige Jahre später in einer Irrenanstalt. Die Presse gab ihm den Namen: "monster von Montluel".

Gilles Garnier war ein verrückter Satanist. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts versetzte er die Bevölkerung im französischen Jura in Angst und Schrecken. Er überfiel Nachts junge Frauen um sie zu töten und anschleißend zu verspeisen. Die Bevölkerung glaubte lange Zeit, daß ein Werwolf ihre Gemeinde heimsuche. 1574 allerdings wurde Garnier verhaftet und der Prozeß gemacht. Er behauptete, daß Satan selbst ihm den Auftrag für diese Taten gab. Garnier wurde laut einem vom 18. Januar 1574 datierenden Beschluß des Parlaments von Dôle zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt.

Friz Haarmann Grans Einer der berühmtesten deutschen Serienkiller war wohl Fritz Haarmann. Geboren wurde er im Jahre 1875 und verbrachte schon in jungen Jahren eine lange Zeit im Gefängnis und Irrenanstallten wegen Unzucht mit Kindern verurteilt. Aufgrund seiner Homosexualität verging er sich ausschließlich an kleinen Jungs. Als er aus dem Gefängnis entlassen wurde, ging er zum Militär wo er wegen Psychischen Störungen entlassen wurde. Dieser Bericht spielte übrigens bei seinem Prozess keinerlei Rolle! Nach dem 1. Weltkrieg betätigte er sich als Händler, Hehler und Polizeispitzel. 1919 lernt er er einen mann namens Hans Grans kennen, der ihm fortlaufend jugendliche Ausreiser aus der der Schwulenszene zuführte. Haarmann lud diese Jungs zum Essen bei sich zu Hause ein und biss ihnen zum Nachtisch die Kehle durch. Danach zerstückelte er die Leichen und beseitigte sie mit Hilfe von Grans. 1924 wurde er festgenommen und wegen 24 fachen Mord verurteilt. Haarmann gestand alle Morde nachdem man ihn in seiner Zelle mit den Schädeln seiner Opfer konfrontierte und ihn in Panik verstezt. Friz Haarmann Zeugen haben ausgesagt, daß er seine Opfer teilweise verspeist und den Rest an andere Leute verkauft haben soll. Außerdem hat er mit der Hilfe von Grans einen gut laufenden Ghandel mit der Kleidung der Verstorbenen betrieben. Haarmann wurde 1925 durch das Fallbeil hingerichtet, Grans der auch zum Tode verurteilt wurde, legte Berufung ein und bekam eine langjährige Freiheitsstrafe. Das Gehirn Haarmanns wurde aus seinem Kopf entfernt und zu Forschungszwecken an die Universität Göttingen geschickt. Dort stellte man eine erstaunliche Anomalie fest. Seine Schädelhaut war mit seinem Friz Haarmann Gehirn verwachsen. Dieses ist auf eine Hirnhautentzündung zurückzuführen welche zu Verhaltensstörungen führen kann. Sein Leben wurde Thema in diversen Filmen wie "M - eine Stadt sucht einen Mörder von Fritz Lang (1931), "Die Zärtlichkeit der Wölfe" von Uli Lommel (1973) sowie in "Der Totmacher" mit Götz George (1995) behandelt. Auch der Roman "Berlin Alexanderplatz" (1929) von Alfred Döblin hatte ihn als Hauptfigur. Am Tag der Hinrichtung Haarmanns wurde übrigens ein weiterer Serienkiller in die Freiheit entlassen. Direkt neben den Schlagzeilen Haarmanns konnte man lesen: "Hitler freigelassen!".

John Haigh 1949 wurde ein Englischer Serienmörder namens John Georg Haigh (auch bekannt als "Vampir von London" oder "der Säurebad-Mörder") hingerichtet. Die britische Öffentlichkeit war zutiefst entsetzt, als seine Verbrechen in allen Einzelheiten bekannt wurden. Er hatte 9 Menschen getötet, darunter ein sehr junges Mädchen, ihr Blut getrunken und die Leichen mittels Säure beseitigt. Während des Prozesses zeigte Haigh keine Spur von Reue, sondern schilderte gelassen, wie und warum er mordete. In einer vor seiner Hinrichtung veröffentlichten Beichte äußerte er sich über seine Kindheit und Jugend. Er entstammte einer puritanisch-frommen Familie, in der jedes noch so unschuldige Vergnügen als Sünde galt, die mit ewiger Verdammnis bestraft wird. Als Aushilfsorganist brachte Haigh viele Stunden in der Kirche zu, den Blick auf den Blutüberströmten sterbenden Christus gerichtet. Man sollte erwähnen, daß Kruzifixe die zur Zeit von Pestepedimien entstanden sind, äußerst brutale und blutige Abildungen Christis hatten. In dieser düsteren, repressiven Umgebung entwickelte er mit der Zeit eine Zwanghafte Fixierung auf Blut und schließlich einen unwiederstehlichen Drang, menschliches Blut zu trinken. Im Gegensatz zu vielen anderen Serienmördern war Haigh nicht nekrophil veranlagt. Er charakterisierte sich selbst als einen, "der zur Familie der Vampire gehört".

Im 19.Jahrhundert erregte der Fall des Serienmörders Antoine Léger großes Aufsehen. Léger lauerte jungen Frauen auf, vergewaltigte und tötete sie, um ihr Blut zu trinken und ihr Herz zu verspeisen. Bei seinem Prozeß erklärte er auf die Frage nach seinem Motiv für seine Untaten lakonisch, er habe unter einem ewigen, unstillbaren Durst gelitten, den er durch das trinken von Blut erhofft habe zu tilgen. Antoine Léger wurde im Jahre 1824 guillotiniert.

Ende des 16. Jahrhunderts soll es in der Umgebung von Köln einen Werwolf gegeben haben, der zahlreiche Menschen, darunter auch Kinder und schwangere Frauen, zerfleischt haben soll. Als schuldigen verhaftete man einen Mann names Peter Stubbe. Direkt nach seiner Verhaftung wurde zu Folterung gebracht, wo er nach einiger Zeit gestand, einen Pakt mit dem Teufel geschlossen zu haben und von ihm einen Zaubergürtel bekommen zu haben, mit dessen Hilfe er sich in einen Werwolf verwandeln könne. Von Blutdurst getrieben, habe er seinen Opfern aufgelauert, sie in Stücke gerissen und manchmal aufgefressen. Stubbe wurde vom Gericht zu Tode verurteilte, ob er wirklich der Täter war wird wohl niemals geklärt werden.

In Italien wurde ein Mann namens Vincenzo Verzeni als lebender Vampir brühmt. Verzeni hat im Laufe der Zeit mehrere junge Frauen die Kehle aufgeschlitzt und ihr Blut getrunken. Vor Gericht sagte er aus, daß er sich nicht für Verrückt halte und keinerlei sexuelles Interesse an seinen Opfern gehabt zu haben. Seine Befriedigung habe lediglich darin bestanden, die Kehlen zu durchtrennen und das herrausfließende Blut zu trinken. Er kam im Jahre 1872 wegen Mord und Leichenverstümmelung vor Gericht und wurde zu einer lebenslangen zuchthausstrafe verurteilt.

Peter Kuerten Peter Kuerten Der Sogenannte "Vampir von Düsseldorf", Peter Kürten (1883 - 1931), der während seiner mehrere Jahre dauernden Schreckensherrschaft gegen 30 bestialische Morde verübte. Kürten, Sohn eines Alkoholikers, litt unter zwanghaften Blutdurst, den er zuerst an Tieren, später an Menschen stillte. Wie auch andere Serienmörder war er ein äußerlich unauffälliger Mann. Er arbeitete als Lastwagenfahrer, war verheiratet, und seine Frau ahnte jahrelang nichts von den nächtlichen Streifzügen ihres Mannes, der seine Opfer erwürgte und vergewaltigte, um ihnen dann den Hals aufzuschlitzen und ihr Blut zu trinken. Schließlich gestand er ihr alles, und sie zeigte ihn an. Kürten wurde zum Tode verurteilt und 1931 hingerichtet. Er hatte keine Berufung gegen das Urteil eingelegt und soll seinem Arzt gegenüber erklärt haben: "Sie können mich nicht verstehen, niemand kann mich verstehen." Der Fall Kürten wurde 1964 von Robert Hossein unter dem Titel "Le vampire de Düsseldorf" (dt. Der Mann, der Peter Kürten hieß) verfilmt.

Francois Bertrand (1824 - ?) ein französischer Berufssoldat, bekannt geworden als Sergeant Bertrand bzw. Phantom, Vampir oder Werwolf von Montparnasse. Er ging auf verschiedenen Friedhöfen in und um Paris seinen nekrophilen Neigungen nach, wobei er die ausgegrabenen Leichen verstümmelte und manchmal auch von ihrem Fleisch aß. Da es ihm immer gelang, der Polizei zu entkommen, brach unter der Pariser Bevölkerung eine wahre Hysterie aus. Im März 1849 wurde er, nachdem er angeschossen und schwer verletzt worden war, in einem Militärhospital festgenommen und zu einer einjährigen Gefängnisstrafe wegen Grab- und Leicheschändung verurteilt. Was nach seiner Entlassung aus ihm wurde, ist nicht bekannt. Seinen Fall beschrieb Dr. Alexis Epaulard in einer 1901 veröffentlichten Studie; der amerikanische Schriftsteller Guy Endore hat nach der Lebensgeschichte Bertrands den Roman "The Werewolf of Paris" (1933, dt. "Der Werwolf von Paris") gestaltet.

Charles Manson...

...wurde als uneheliches Kind eines 16jährigen Mädchens im November 1934 geboren. Seine Mutter hieß Kathleen Maddox und saß von 1939 bis 1942 wegen bewaffnetem Raubüberfall im Gefängnis von West Virginia. 

Charlie lebte daher bei seiner Tante. Als er 13 Jahre alt war überfiel er zwei Lebensmittelgeschäfte und ein Spielcasino. Er wurde für drei Jahre in eine Besserungsanstalt geschickt und versuchte insgesamt 18mal auszubrechen, was nie gelang.
Nach seiner Entlassung wurde er wieder straffällig. Er verkaufte gestohlene Autos über die Staatsgrenze hinweg und landete in verschiedenen Gefängnissen, wo er u.a. einen Mitgefangenen mit einem Rasiermesser bedrohte. 1954 wurde er entlassen und heiratete eine Kellnerin. Mit ihr hatte er ein Kind, Charles Manson jun.. Zu dieser Zeit arbeitete er als Parkplatzwächter, wurde aber wegen Autoschieberei erneut zu einer Haftstrafe verurteilt. Seine Frau ließ sich scheiden. 1959 entlassen, '61 wegen Betrügereien wieder im Gefängnis, '67 raus. In den Gefängnissen wurde er erniedrigt, gequält und sexuell mißbraucht.
Im Sommer 1967 kam Charlie in die Kommunenszene von Haight-Ashbury, dem damaligen Hippie Mekka. Dort gründete er seine Family.

Die Anweisungen zu dem berühmten Blutbad am 9. August 1969 im Haus des Regisseurs Roman Polanski wurden am Tag zuvor auf einer Farm außerhalb Los Angeles erteilt. Dort lebten etwa zwanzig Mädchen im Alter von 17 bis 24 Jahren und einige gleichaltrige Jungen mit Charlie zusammen, der zu dieser Zeit
schon 32 war.
Charlie wählte die Familiemitglieder Charles "Tex" Watson (23), Susan Atkins (21), Lesloe van Hauten (20) und Patricia Krenwinkel (21) aus und sagte ihnen, die Zeit für Helter Skelter
sei gekommen. Das bezog sich auf den gleichnamigen Song des Weißen Albums der Beatles, das 1968 erschien. Charlie
hatte den Text so ausgelegt, als ob es darin um einen  planlosen, beliebigen Mord ginge.
Charlie befahl das Massaker nicht ausdrücklich, aber er gab indirekt zu verstehen was er wollte. Kurze Zeit vorher hatte er einen Dealer niedergestochen um Tex zu beschützen und verlangte nun eine Gegenleistung.

Die Family tötete in dieser Nacht Sharon Tate, im achten Monat schwanger. Sie war die Frau des Regisseurs Polanski, der in 
dieser Nacht nicht zu Hause war. Die anderen Opfer waren Abigail Folger (Erbin des Kaffee Millionärs Folger), Voytek
Frykowski (Freund von Folger), Jay Sebring (Star - Friseur) und Steven Earl Parent (der 17jährige wollte den Gärtner  besuchen).

Die Leichen wurden am nächsten Morgen von der Haushälterin aufgefunden, die sagte, dort sähe es aus wie in einem Schlachthaus.
Sharon Tates und Sebrings Leichen lagen im Wohnzimmer, Lampenkabel um die Hälse geschnürt und blutüberströmt.
Auf Sharon wurde siebzehnmal eingestochen. Auf Sebring war einmal geschossen und siebenmal eingestochen worden.
Folger und Frykowski lagen im Flur. Frykowski wurde dreizehnmal mit einem harten Gegenstand auf den Kopf geschlagen, zweimal wurde auf ihn geschossen und ganze 51mal eingestochen.
Parent war in einen wagen geschleift worden, sein Arm war zertrümmert und er selbst war letztlich an einem Schuß gestorben.
An die Haustür war mit Sharons Blut "pig" geschrieben worden.

Die Nachbarn wollten trotz der Schüsse nichts gehört haben.
Etwa um 0.40 Uhr hörten Leute, die etwa einen Kilometer entfernt zelteten einen Mann schreien: "O Gott! Nein, bitte nicht! O Gott, nein, tut es nicht, nein...".


In der Nacht darauf suchte die Family - diesmal war Charlie selbst dabei - die Besitzer eines Supermarktes auf, Leno LaBianca (44) und seine Frau Rosemary (38).
Eine Gabel steckte in Lenos Unterleib, ein Messer in seiner Kehle, in die Bauchdecke war das Wort "War" geschnitten.
Auf dem Kühlschrank war mit Blut "Helter Skelter" geschrieben worden.


Es gab auch weitere Morde von Mitgliedern der Kommune. Robert Beausolei tötete Gary Hinman. Bruce Davis und Steve Grogan
brachten Donald Shorty Shea um.

CHARLES TEX WATSON...

wuchs in einer Kleinstadt in Texas auf
und war als Jugendlicher ein Vorzeige Amerikaner, glänzendes Studium, Star des Leichtathletikteams. Nach dem Studium  ging er nach Kalifornien und suchte das lockere Leben. Er traf Charlie und wurde Mitglied der Family.



danach... 

Am 19. April 1971 wurde das Urteil über Charlie gesprochen. Er wurde zum Tode verurteilt. Ein Jahr danach wurde in Kalifornien die Todesstrafe abgeschafft und die Strafe wurde in lebenslängliche
Haft umgewandelt.


Charles Tex Watson saß nach seiner Verurteilung im San-Luis 
Obisporo Zuchthaus in Kaklifornien. Dort fand er angeblich zum
Glauben. An den Wochenenden strömten nicht nur Gefangene,
sondern auch die Bewohner der umliegenden Orte zu seinen
Predigten. Tex und der Gefängniskaplan Roy Hoekstra schrieben
das Buch "Will you die for me?".

 

Jack The Ripper 

 
Im Londoner East End ereignete sich 1888 ein Kriminalfall, der immer wieder zu Spekulationen Anlaß gab und für den so mancher Superlativ geprägt wurde. Die Rede ist von den Verbrechen des Jack the Ripper. Jack the Ripper ist der unentdeckte Täter, der 1888 eine Anzahl von Straßendirnen im Ostend von London ermordet und verstümmelt hat und drei Monate lang die Bevölkerung in Furcht und Schrecken hielt. 

Im Jahr der Ripper-Morde war London seiner Einwohnerzahl nach noch immer die größte Stadt der Welt und das East End das Elendsviertel der Metropole. Verfallene Häuser und eine unendliche Zahl enger, schmutziger Gassen bestimmten das Bild. Von den vier Millionen Einwohnern Londons lebten dort 450.000 unter denkbar schlechten Bedingungen auf engstem Raum zusammen. Obdachlosenasyle und Armenhäuser waren ständig überfüllt. Während mehrerer Wochen herrschte eine wahre Ripper-Hysterie in London. Abgesehen davon, daß die Polizeistreifen nach jedem Mord weiter verstärkt wurden und schließlich fast die gesamte Geheimpolizei zum Einsatz kam, leisteten Hunderte von Bürgern Nacht für Nacht freiwillig Dienst. Die Mitglieder sogenannter Wachsamkeitsausschüsse liefen Streife in dem Labyrinth der berüchtigten Gäßchen und Passagen von Whitechapel und der umliegenden Stadtteile. Aber alles war vergebens. Kaum einen Steinwurf von der Stelle entfernt, wo oben noch ein Posten patrouillierte, wurde ein neues Opfer ermordet und verstümmelt aufgefunden. Immer wieder konnte der Täter im Gassengewirr entkommen und irgendwo einen Unterschlupf finden. Die Morde, denen ausnahmslos Prostituierte zum Opfer fielen, geschahen zwischen dem 6 August und dem 9 November stets in der Nacht zwischen 23 Uhr und 4 Uhr. An jenem 6. August 1888 wurde eine Viertelstunde vor Mitternacht die Leiche der 35jährigen Martha Turner in der Plumber Street von einem Streifenpolizisten gefunden. Ihr Hals wies eine Schnittwunde auf, und der Unterleib war aufgeschlitzt. Die Untersuchung der Toten nahm CoronerWynne E. Baxter vor.

    Die Opfer in chronologischer Folge...
 Mary Ann "Polly" Nichols Freitag, 
31.August 1888
Buck´s Row
 Annie Chapman Samstag, 
08.September 1888
Hanbury Street 
Nr. 29
 Elizabeth Stride Sonntag,
30.September 1888
Duffield´s Yard, 
Berner Street
 Catherine Eddowes Sonntag, 
30.September 1888
Mitre Square
 Mary Jane Kelly Freitag, 
09.November 1888
Miller´s 
Court Nr. 13

Die entscheidenden Sätze aus seinem Gutachten lauten: "Die Organe des Unterleibes wurden mit zielsicheren und geübten Schnitten herausgetrennt. Kein Organ ist verletzt. Der Täter verfügt zweifelsohne über medizinische Kenntnisse und chirurgische Fähigkeiten. Die Richtung der Schnitte deutet auf einen Linkshänder hin. Als Tatwerkzeuge kommen das Seziermesser des Arztes, das Bajonett des Soldaten oder das scharfe Fleischmesser des Schlächters in Frage. Jede der drei Möglichkeiten ist wahrscheinlich, keine kann mit Sicherheit bestimmt werden. Die sorgfältig durchgeführte Untersuchung ergab, daß ein Organ des Unterleibes fehlte." In den Wochen darauf folgten fünf weitere Morde: am 31. August an Mary Ann Nicholls, am 8. September an Annie Chapman, in der Nacht vom 29. zum 30. September an Elizabeth Stride und Catherine Eddowes und schließlich am 9. November an Marie Jeannette Kelly. Allen Frauen war der Hals durchschnitten und der Unterleib aufgeschlitzt worden. Das sechste und letzte Opfer hatte der Mörder buchstäblich seziert, die inneren Organe aus dem Körper entfernt und neben der Leiche niedergelegt. Die übereinstimmende Tatausführung ließ kaum Zweifel daran, daß es sich immer um denselben Täter gehandelt haben muß.

K a t e g o r i e n

 

a) Massenmörder:  

Der im allgemeinen als Amokläufer bekannte Typ. Es werden viele Opfer in unmittelbarem örtlichen und zeitlichen Zusammenhang getötet. Der Massenmörder tötet vier oder mehr Opfer am selben Ort im Zuge des selben Geschehens.

Als Beispiel für einen Massenmörder sei hier Charles WHITMAN genannt, der am 31.Juli 1966 von einem Turm einer amerikanischen Universität mit einem Gewehr 16 Menschen erschoss.

 

b) Spreekiller:  

Dieser Verbrecher bringt in einem kurzen Zeitraum mehrere Opfer an verschiedenen Orten um. Diese Verbrechen ergeben sich aus einem einzigen Geschehen und ihre Abfolge kann sich eine gewisse Zeit hinziehen.

Als Beispiel sei Howard UNRUH genannt. Am 06.September 1949 schoss er während er durch die Vororte von Camden/New Jersey lief, mit einer Luger Pistole um sich. Er tötete 13 Menschen und verletzte weitere. Das Geschehen spielte sich an verschiedenen Orten in einem Zeitraum von ca. 20 Minuten ab.

 

c) Serienmörder:  

Er mordet mindestens dreimal oder öfters an unterschiedlichen Orten und mit zeitlichen Abständen, die jeden der Morde zu einem Einzelfall machen. Es sind jedoch auch durchaus mehrere Opfer auf einmal möglich.

a) psychotischer Mörder: Diese Täter sind geisteskrank und berufen sich häufig auf Stimmen, die ihnen Anweisungen zur Tat gegeben haben.

b) missionarische Mörder: Äußerlich oft unauffällig haben diese Täter das Bedürfnis die Welt von "lebensunwerten" Menschen (z.B. Prostituierten) zu säubern. Typisches Beispiel "Jack the Ripper", der 1888 während zweier Monate fünf Prostituierte tötete.

c) sadistische Mörder: Töten aus Freude am Töten. Sie beziehen ihre Befriedigung aus dem Tötungsvorgang. Auch wenn im Zuge der Tat sexuelle Gewalt ausgeübt wird, geht es dem Täter lediglich um die Ausübung der Macht über das Opfer. Die Befriedigung wird aus der Kontrolle über das Opfer und die Situation gewonnen, nicht aus dem sexuellen Aspekt der Handlung.

d) Lustmörder: Im Gegensatz zum sadistischen Mörder, töten sie zur Befriedigung ihres Geschlechtstriebes. Eine Unterscheidung zum sadistischen Mörder ist oft nur schwer zu treffen.

 

Der Massenmörder unterscheidet sich also sehr vom Serienmörder. Im allgemeinen greift er die eigenen Familienmitglieder an oder eine Gruppe von Leuten, die mit seinen Problemen nichts zu tun hat. Er benutzt meist eine Feuerwaffe oder ein Messer. 1991 und 1992 erlebten die USA eine regelrechte Welle von Massenmördern (Amokläufern). Viele der Täter rächen sich für den Verlust ihres Arbeitsplatzes, indem sie auf Kollegen feuern und ähnliches. In den meisten Fällen lässt der Täter sich von der Polizei erschießen oder tötet sich selbst.

Der klassische Massenmörder oder Spreekiller interessieren sich nicht für die Identität ihrer Opfer. Sie töten jeden, der das Pech hat, ihren Weg zu kreuzen. Der Serienmörder hingegen, wählt sein Opfer gezielt aus. Der Massenmörder (Spreekiller) ist nicht Herr der Situation, die er selbst geschaffen hat. Der Serienmörder hingegen hat meist das Geschehen unter Kontrolle und hat den Ablauf geplant. Es gibt jedoch auch hier Ausnahmen.

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Systematischer Täter     

Chaotischer Täter
Gebildet, hoher IQ

Niedriger IQ

Sozial angepasst Sozialer Außenseiter
Übt häufig einen qualifizierten Beruf aus Selten eine qualifizierte Ausbildung oder feste Anstellung
Oft verheiratet oder feste Beziehung, aktives Sexualleben Beziehungsarm, sexuelle Schwierigkeiten
Einzelkind oder ältestes Kind, mittlere bis gute Beziehung zu den Eltern Eher jüngeres Kind innerhalb einer Familie, schlechte Beziehung zu einem oder beiden Elternteilen
Vater in fester Anstellung Vater häufig ohne feste Stelle
Keine strenge Disziplin in der Kindheit Ausgesprochen strenge Eltern
Geradlinig, kontrolliert Launisch, unterliegt oft krassem Stimmungswechsel
Freundlich, extrovertiert, liebenswürdig Lebt zurückgezogen, häufig Stotterer oder mit Hautkrankheit belastet
Hat sich während der Tat unter Kontrolle Neigt zu Angstreaktionen während der Tat
Alkoholgenuss zur Tatzeit Selten Alkoholgenuss während der Tat
Stress in Geldfragen, Ehe oder Beziehung beschleunigen die Tat Hat selten Stress
Lebt oft in einer Beziehung Lebt allein
Ist mobil, hat ein Fahrzeug in gutem Zustand Lebt und arbeitet in der Nähe des Tatortes, ist meist nicht mobil, mangelnde Hygiene in allen Lebensbereichen
Kann Arbeitsplatz oder Wohnsitz wechseln und tut dies auch nach der Tat Verändert selten sein Leben
Plant seine Tat Begeht Taten eher spontan
Bevorzugt Opfer eines bestimmten Typs  
Beherrscht Opfer und Gespräch Unterhält sich kaum oder gar nicht mit dem Opfer
Tatort spiegelt die Vorbereitung der Tat wieder, Fundort nicht gleich Tatort Am Tatort herrscht große Unordnung mit gutem Spurenbild
Fordert von seinem Opfer Unterwerfung Opfer ist eher spontaner, plötzlicher Gewalt ausgesetzt
Fesselung des Opfers Fesselung selten
Begeht aggressive Handlungen vor der Tötung (Verstümmelung, Quälereien) Sexuelle Handlung nach der Tötung
Versteckt oder vergräbt die Leiche Lässt Leiche unverhüllt liegen
Versucht am Tatort weder Waffen noch Beweise zu hinterlassen Lässt Waffen und Beweise zurück
Täter verfolgt die Medienberichte, ist gelegentlich "Polizeifan", nimmt Kontakte zu Polizeibehörden auf Täter interessiert sich nicht für die Berichterstattung

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T ä t e r - Opferverteilung*:

Typ des Mörders Morde mit feststehendem Täter Mutmaßliche Morde Versuchte Morde
112 Massenmörder 657 45 217
50 Spreekillers 306 16 112
169 Serienmörder 935 834 125

*USA, Übersicht des FBI für den Zeitraum von Januar 1977 bis November 1989

Der Massenmörder ist im Durchschnitt 31,15 Jahre alt.

  Der Spreekiller ist im Durchschnitt 29,85 Jahre alt.

  Der Serienmörder ist im Schnitt bei der Begehung seiner ersten Tat 27,27 Jahre alt und bei der Begehung seiner letzten Tat 31,44 Jahre alt.

  Aus einer Statistik derselben Herkunft geht hervor, daß in einem Jahr (1988 - 1989) 29 neue Serienmörder 140 Menschen getötet haben. Sie werden in 122 weiteren Fällen verdächtigt und 14 ihrer Opfer haben überlebt oder konnten entkommen.

Inoffiziell schätzen die Sonderbeamten des FBI die Zahl der gegenwärtig aktiven Serienmörder in den USA auf 35 bis 100.

 

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